Marina Parade ist ein Stadtteil im Südosten Singapurs. Es gibt dort sehr viele Peranakan Houses, an denen man sich gar nicht sattsehen kann. Mit Peranakan wird ein Stil bezeichnet, der aus der Verbindung zwischen nach Malaysia emigrierenden Chinesen und den dort lebenden Malaysiern entstanden ist. So gibt es nicht nur Peranakan Houses, sondern zum Beispiel auch eine eigene "Peranakan Cuisine" und Snacks wie etwa die sehr leckeren und vielfältigen Kueh.
Ich muss allerdings sagen, dass der Chicken Rice, den es im nicht weit von meinem Hotel entfernt gelegenen Restaurant gab, nicht allzu paradiesisch war. Denn es gab einfach weissen Reis, was schon eine... deutliche Abweichung vom Rezept ist. Denn der Clou am Chicken Rice ist, dass der Reis über dem Hühnchen gedämpft wird. Das heisst, der Geschmack des Hühnchens geht in den Reis über, und der Reis ist das eigentliche Gericht. Das Hühnchen wird quasi nur als Beilage gereicht. Man könnte fast sagen, es ist wie der Korken bei einem guten Wein, den man zum Schnüffeln gereicht bekommt; er gehört irgendwie dazu, aber eigentlich erlabt man sich nicht am Korkenschnüffeln, sondern am Wein. Man könnte auch sagen, this restaurant's Chicken Rice CMI.
CMI steht für Cannot Make It, und das bedeutet in Singapur soviel wie: Daraus wird nichts mehr. Das ist so schlecht, dass es auch bei grundsätzlicher Überarbeitung nicht besser werden kann -- geh' lieber woanders essen.
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